Die Gerechtigkeitstheorie


Die Wesen in der Matrix leben in einer Simulation, sie kennen also (wie im Urzustand) nicht ihre tatsächliche Bestimmung. Die Menschen trachten automatisch nach dem bestmöglichen Leben. Damit dienen sie unwissentlich den Zwecken der Maschinen, denn durch eine scheinbar gute Lebensqualität steigt auch ihre Lebensdauer, wodurch wiederum sie den Maschinen lange Zeit als Energiespender zur Verfügung stehen. An diesem Beispiel zeigt sich aber deutlich die Unzulänglichkeit der Rawlschen Theorie: Die Utopie trifft keine Aussagen darüber, wer das Ziel zum maximalen Kollektivnutzen festlegt. Im Film „Matrix“ haben die Maschinen nach einem Krieg sich selbst als Herrscher eingesetzt, die nun über die Bestimmung ihrer Untertanen verfügen. Somit erfüllt diese Herrschaftsform jedoch eher die Definitionskriterien einer Diktatur denn die einer gerechten Gesellschaft.